Aventics: Neue Anforderungen an Ingenieure

Aventics: Neue Anforderungen an Ingenieure

Ein Ingenieur muss in Zeiten der Digitalen Transformation andere Qualitäten und Qualifikationen mitbringen als früher, sagt Frank Theilen von Aventics.

AKTUALISIERUNG

Seit April 2019 ist Frank Theilen Vice President Digital Transformation für den Bereich Discrete & Industrial bei der Aventics-Mutter Emerson.

Herr Theilen, wie haben sich die Anforderungen an Ingenieure im Zuge der Digitalen Transformation verändert?
In verschiedenen Bereichen sind neue Anforderungen dazugekommen. Gerade bei aktuelleren Themen wie zum Beispiel dem Industrial Internet of Things (IIoT) unterstützen unsere Ingenieure zusätzlich zu ihrer Entwicklungsarbeit den Vertrieb und sind als Experten Gesprächspartner für unsere Kunden. Auch Kenntnisse und Fähigkeiten im Bereich Projektmanagement werden immer wichtiger. In manchen Bereichen hat sich der gesamte Entwicklungsprozess durch die digitale Transformation verändert.

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In wie fern?
Früher bekam der Ingenieur einen Auftrag, den er weitgehend losgelöst vom Kunden durchführte. Dies gibt es in vielen Bereichen auch weiterhin. Aber gerade bei ganz neuen Themen wird heute erwartet, dass er viel enger und direkter mit Kunden – aber auch mit Zulieferern und Kollegen – zusammenarbeitet und kommuniziert. Auch wir als Unternehmen müssen auf diese Veränderung reagieren, indem wir die passende Infrastruktur bieten, zum Beispiel in Form standortübergreifender Soft- und Hardwarelösungen, mit denen Teams weltweit zusammenarbeiten können. Ein zentraler Aspekt sind hierbei unsere Aktivitäten rund um Office365.

Wie nehmen die Ingenieure diese Veränderungen wahr?
Wenn sie den Mehrwert der Technologien und Arbeitsweisen erkennen, nehmen sie das sehr gut an. Grundsätzlich beobachten wir, dass zumindest junge Ingenieure dieses digitale und agile Arbeiten schon von der Universität kennen und gar nicht anders arbeiten wollen.

Spüren Sie den Fachkräftemangel?
Natürlich tun wir das. Wir als mittelständisches Unternehmen sind davon deutlich stärker betroffen als bekannte Konzerne. Deshalb arbeiten wir auch mit verschiedenen Hochschulen in der Region zusammen. Wir kommunizieren schon bei der Bewerbersuche, dass wir ein State-of-the-Art-Arbeitsumfeld bieten und an innovativen Themen arbeiten.

Was ist mit Ingenieuren, die die digitale Arbeitsweise nicht wollen – oder können?
Auch klassische Ingenieure werden weiterhin gebraucht. Nicht alle Bereiche sind vom digitalen Wandel gleichermaßen betroffen. Da ändert sich dann vielleicht mal das ein oder andere Tool, mit dem gearbeitet wird. Die eigentliche Arbeit wird sich aber nicht radikal verändern.

INFO

Frank Theilen ist Vice President Digital Transformation beim in Laatzen ansässigen Pneumatikspezialisten Aventics.

Foto: Aventics

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