Prof. Dr. Sabina Jeschke, Vorstand Digitalisierung und Technik
Foto: DB AG/Pablo Castagnola

Bahn-Digitalvorstand Sabina Jeschke setzt auf 3-D-Druck

Bahn-Digitalvorstand Sabina Jeschke setzt auf 3-D-Druck

Drucken, damit die Züge schneller aufs Gleis kommen – die Deutsche Bahn produziert erstmals schwere Ersatzteile aus Metall im 3-D-Drucker.

Die Deutsche Bahn hat bereits 2015 in die 3-D-Druck-Technologie investiert, nun folgen die ersten Resultate: Der Konzern produziert erstmals schwere und betriebsrelevante Ersatzteile. „Mit dem Durchbruch beim Metalldruck können wir jetzt schrittweise eine schnellere Versorgung mit Ersatzteilen sicherstellen, und die Fahrzeuge gehen zügig wieder auf die Strecke“, sagt Sabina Jeschke, DB-Vorstand Digitalisierung und Technik.

CDO Insight: der Newsletter

Alles Wichtige für Digitalchefs. Wöchentlich. Kostenfrei per Newsletter.

Jetzt kostenlos registrieren

Bislang waren die Prozesse zäh: Ersatzteile wie Radsatzlagerdeckel sind auf herkömmlichem Weg bei Gießereien nur schwer zu beschaffen. Die Warte- und Lieferzeiten liegen bei diesen Spezialteilen häufig bei bis zu 24 Monaten. Digitalvorstand Jeschke sieht Potential, dass die Organisation nicht nur schneller wird, sondern auch Kosten reduziert. Produktionsabfälle werden minimiert, Lagerbestände reduziert und Transportwege entfallen. „Ziel ist es, bis 2021 rund 10.000 verschiedene Ersatzteile über den 3-D-Druck abrufbar zu machen“, sagt Jeschke.

Seit 2015 wurden bei der Deutschen Bahn bereits mehr als 7.000 Ersatzteile im 3-D-Drucker gefertigt. Insgesamt können heute mehr als 120 verschiedene Teile hergestellt werden. Um künftig noch schneller und in größeren Mengen Ersatzteile zu drucken, lässt die DB ihre Lieferanten im 3-D-Druck zertifizieren. Prüfung und Zertifizierung übernimmt dabei der TÜV SÜD.

Das könnte Sie auch interessieren

Jeschke ist seit dem 10. November 2017 Vorstand Digitalisierung & Technik der Deutschen Bahn AG. Die gebürtige Schwedin ist daneben Professorin für Maschinenbau an der RWTH Aachen.

Berichtigung: In einer früheren Version des Artikels hatten wir Sabina Jeschke irrtümlich als CDO bezeichnet. Sie ist allerdings Vorstand Digitalisierung und Technik, CDO des DB-Konzerns ist Stefan Stroh.

Foto: DB AG/Pablo Castagnola

Schlagwörter

Aktuelle Beiträge



MEHR DAZU »
Die juristischen Aspekte der Industrie 4.0 und des Einsatzes von KI im Unternehmensalltag
Alles Wichtige für Digitalchefs – Jede Woche neu – Kostenfrei per Newsletter
Alles Wichtige für Digitalchefs. Wöchentlich. Kostenfrei per Newsletter.
Newsletter kostenlos abonnieren
Newsletter kostenlos abonnieren
Alles Wichtige für Digitalchefs

– Jede Woche neu – Kostenfrei per Newsletter
Newsletter kostenlos abonnieren